Was ist ein CMS? Und braucht Ihr Unternehmen eins?
Ajdin PodrinjaGründer von Grow · 7 Jahre Erfahrung in Marketing und WebVeröffentlicht 22.09.2026
Was ein Content-Management-System (CMS) ist, wie WordPress, Baukästen und Headless-CMS sich unterscheiden und wann sich ein CMS für Ihre Unternehmenswebsite wirklich lohnt.

Ein Content-Management-System (CMS) ist eine Verwaltungsoberfläche, mit der Sie Inhalte Ihrer Website selbst ändern — ohne Programmierkenntnisse. Sie melden sich an, tippen einen neuen Text, tauschen ein Foto oder legen eine Seite an, klicken auf „Veröffentlichen“, fertig. Die Technik dahinter bleibt unangetastet.
Die drei gängigen Varianten
| Variante | Beispiele | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|---|
| Klassisches CMS | WordPress, TYPO3, Joomla | Riesige Auswahl an Themes und Plugins, weit verbreitet | Regelmäßige Updates nötig, Plugins bremsen und sind Sicherheitsrisiko |
| Website-Baukasten | Wix, Jimdo, Squarespace | Schneller Start, alles aus einer Hand | Monatliche Gebühren, wenig Kontrolle über Code, SEO und Umzug |
| Headless CMS | Sanity, Strapi, Storyblok, Payload | Sehr schnell, sicher, sauber trennbar von der Technik | Braucht einen Entwickler für die Einrichtung |
Klassisches CMS: WordPress & Co.
WordPress betreibt über 40 % aller Websites weltweit. Der Vorteil: fast jede Funktion gibt es als Plugin, und viele Agenturen kennen das System. Der Nachteil zeigt sich nach einigen Jahren: Dutzende Plugins, die aktualisiert werden müssen, Sicherheitslücken, wenn das nicht passiert, und Ladezeiten, die mit jedem Zusatz schlechter werden. Ohne Wartung wird eine WordPress-Seite zum Risiko.
Baukasten: bequem, aber gemietet
Baukästen sind für den Einstieg ideal, wenn Sie alles selbst machen möchten. Bedenken Sie aber: Sie mieten die Website. Kündigen Sie, ist sie weg; ein Umzug zu einem anderen Anbieter bedeutet praktisch einen Neubau. Und die Gestaltungsspielräume enden dort, wo die Vorlage endet.
Headless CMS: die moderne Lösung
Bei einem Headless CMS sind Redaktionsoberfläche und Website getrennt. Sie pflegen Inhalte in einer aufgeräumten Oberfläche, die Website selbst ist eine schnelle, schlanke Anwendung (bei uns mit Next.js). Ergebnis: sehr gute Ladezeiten, kaum Angriffsfläche, und Sie sehen nur die Felder, die Sie tatsächlich brauchen — keine überladenen Menüs.
Woran Sie ein gutes CMS erkennen
- Sie finden sich ohne Handbuch zurecht und sehen nur relevante Felder
- Änderungen lassen sich vor dem Veröffentlichen ansehen
- Bilder werden automatisch verkleinert und optimiert
- Es gibt Benutzerrollen — die Aushilfe darf die Speisekarte ändern, aber nicht das Impressum
- Inhalte lassen sich exportieren, falls Sie einmal wechseln
- Updates und Sicherheit übernimmt jemand verlässlich
Was kostet ein CMS?
Die Software selbst ist oft kostenlos oder kostet wenige Euro im Monat. Der Aufwand liegt in der Einrichtung: Inhaltsstruktur planen, Felder anlegen, Vorlagen bauen, Schulung. Am Markt zahlen Sie dafür meist 1.000–3.000 € Aufpreis gegenüber einer Website ohne CMS. Bei uns liegt der Unterschied zwischen GROW CLASSIC (1.590 €) und GROW ADVANCED mit CMS (2.490 €) bei 900 € — inklusive Einweisung und ohne Kosten pro späterer Änderung.
Wie sich Website-Kosten insgesamt zusammensetzen, lesen Sie im Artikel Was kostet eine Website?
- Kann ich später noch ein CMS hinzufügen?
- Ja. Bei einer sauber gebauten Website lässt sich ein Headless CMS nachträglich anbinden. Günstiger ist es, wenn die Entscheidung am Anfang fällt.
- Ist WordPress unsicher?
- WordPress selbst ist solide. Die meisten Probleme entstehen durch veraltete Plugins und fehlende Updates. Mit konsequenter Wartung ist es sicher — ohne nicht.
- Gehören mir die Inhalte im CMS?
- Bei uns ja — Inhalte, Code und Domain gehören Ihnen und lassen sich jederzeit exportieren.
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